Team steht im Vordergrund

07.06.2008 15:15

Eine kleine Ära ging gestern Vormittag auf dem Sportplatz in Nienberge zu Ende: Letztmals organisierte Gerd Westphal, Mitarbeiter der münsterischen Uni, zusammen mit zahlreichen Studenten das Sportfest für alle Schülerinnen und Schüler der Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule.

Erstmals 1992, dem Jahr der Olympischen Spiele von Barcelona, hatte Westphal die Idee, ein „alternatives Sportfest“ zu initiieren.

Denn: Ihm reichte es nicht aus, Schüler nur in den Standarddisziplinen Laufen, Springen und Werfen zu beurteilen und anschließend Ehren- oder Siegerurkunden zu verteilen. Der Beitrag der gesamten Mannschaft, so die Idee Westphals, sei viel wichtiger. Deshalb entstanden im Laufe der Jahre immer wieder neue Disziplinen, wie der Hütchenlauf oder Tiathlon. Dabei müssen die Aufgaben immer im Team bewältigt werden – der eine Schüler kann besser werfen, dafür hat ein anderer Schüler beim Laufen seine Stärken.

Da Westphal Ende Juli in den Ruhestand geht, wird zumindest er nicht mehr das alternative Sportfest organisieren. „Doch ich hoffe“, sagte gestern Michael Kaulingfrecks, Leiter der Droste-Grundschule, „dass wir das Projekt fortführen können.“ Er lobte den jahrelangen Einsatz von Gerd Westphal und den Studenten, die damit auch den Lehrern Arbeit abgenommen hätten. Zudem sei es für die „Kinder eine tolle Sache und Ansporn zugleich“, wenn junge Studenten das Sportfest begleiten.

Auch Kaulingfrecks ist ein Freund alternativer Sportfeste. Dabei werde „Leistung mit fairem Mannschaftsgedanken verknüpft“. Neben den Sportfesten im Sommer fanden in den vergangenen Jahren zudem im Winter für die Dritt- und Viertklässler in der Leichtathletikhalle am Horstmarer Landweg Sportfeste statt – auch organisiert von Studenten unter Federführung von Gerd Westphal.

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