Wer nicht schwimmen kann, bekommt kein Abzeichen

18.08.2010 16:59


Brigitte Daut nimmt in Nienberge die Sportabzeichen ab.
(Foto: Geschonke)


Wer nicht schwimmen kann, bekommt kein Abzeichen.



Brigitte Daut hat bereits 33 güldne Sportabzeichen in der Schublade liegen - und trotzdem macht sie weiter. Nicht nur aktiv, auch passiv:
In Nienberge prüft sie angehende Sportabzeichenträger.

Zweimal im Monat nehmen Sie in Nienberge die Leistungsprüfungen für das Deutsche Sportabzeichen ab. Gibt es überhaupt so viele Freiwillige?

Aber ja! Wir haben hier bei jedem Termin durchschnittlich zehn Aktive auf der Anlage, in der Ferienzeit und bei schlechtem Wetter sind es aber meistens weniger. Wenn es zu heiß oder zu kalt ist, stehe ich auch mal allein hier. Aber hier sind wir ja auch in Nienberge - in anderen Stadtteilen gibt es auch Treffpunkte und Abnahmestellen.

Wenn sich die Menschen zur Prüfung anmelden - dann sind doch alle fit, oder?
Es passiert oft, dass wir die Teilnehmer enttäuschen müssen. Gerade in den Altersklassen von 18 bis 30 sind die Anforderungen sehr hoch, da müssen die jungen Leute schon was leisten.

Das große Problem ist ja: Es wird in dem Alter nicht mehr viel Sport getrieben.

Aber hapert es da nicht auch häufig an der Pflichtübung Schwimmen? Das ist ja nicht Jedermanns Sache. Richtig.

Das ist eigentlich auch nicht fair. Wenn einer nicht schwimmen kann oder zu große Angst vor dem Wasser hat, bekommt er das Sportabzeichen auch nicht. Für das Laufen beispielsweise gibt es Alternativen, für das Schwimmen aber leider nicht. Da kann ich sonst noch so gut sein. Das ist schon sehr ärgerlich.

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