Enkel folgt Opas sportlichem Vorbild

05.08.2010 00:00

Sie hatten sich ein großes Ziel gesetzt:
Diese Sportler wollten sich das Deutsche Sportabzeichen holen.
Foto: (kes)


Es ging um sportliche Bestleistungen auf dem Gelände des DJK SC Nienberge, denn die Teilnehmer verfolgten alle ein Ziel: Sie wollten das Deutsche Sportabzeichen erlangen.

So waren Brigitte Daut und Alfred Rölver mit Stoppuhr und Maßband ausgerüstet, um zu schauen, ob die Aspiranten die Anforderungen erfüllten.

Bis zum Ende der Sommerzeit können Interessierte jeden zweiten Dienstag im Monat auf der Sportanlage an der Feldstiege die leichtathletischen Disziplinen des Sportabzeichens absolvieren. „Jeder ab acht Jahren kann mitmachen. Dabei ist es egal, ob er zum Verein gehört oder nicht", erklärte Brigitte Daut.

Die geforderten Sportarten sind: Laufen, Hoch- und Weitsprung, Werfen sowie Schwimmen. Wer die verlangten Zeiten und Weiten in seiner Altersgruppe erfüllt, für den tragen Rölver und Daut die Ergebnisse in ein Formular ein. Sobald der Bogen komplett ist, bekommen die Teilnehmer die ersehnte Urkunde. Vier Zuständige führen die Abnahme des Sportabzeichens durch.

Das Alter der Teilnehmer ist gemischt: „Wir haben auch schon einen Siebenjährigen gehabt, der alle notwendigen Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllt hatte", erzählte Daut beeindruckt. „Wer die Anforderung in seiner Altersgruppe meistert, der bekommt von uns die Auszeichnung."

So stand auch der 70-jährige Viktor Junker mit seinem Enkel Rasmus auf dem Platz, um das Sportabzeichen zu machen. Viktor Junker gehört zu den alten Hasen: Zum 22. Mal wollte er sich die Urkunde holen. „Es ist eine gute Möglichkeit, seine körperliche Fitness zu überprüfen", erklärte der sportliche Rentner. Sein Enkel fügte hinzu: „Opa macht sehr viel Sport."

Sein erstes Sportabzeichen bekam Junker bereits 1987. „Danach habe ich fast in jedem Jahr das Sportabzeichen gemacht", berichtet Junker. Nun hat der Opa seinen Enkel angesteckt, denn der siebenjährige Rasmus will in seine Fußstapfen treten. „Ich habe schon oft Opa beim Sportabzeichen zugeschaut und fand das super", freute sich der aufgeweckte Junge. Für den Enkel war es sein erstes Sportabzeichen. Und der Anfang war vielversprechend: Die geforderten 2,50 Meter im Weitsprung hat er geschafft. „Und das ohne vorheriges Üben", so der stolze Opa.

Auch während der Hitze-Periode wurde nicht pausiert. „Die Leute haben sich dann aber ausreichend Getränke mitgebracht", erläuterte Daut. Die Teilnehmerzahl schwankt je nach Wetterlage zwischen rund fünf bis zehn Aspiranten.

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