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15.06.2015 15:15

SCN-Abteilung richtet Qualifikationsturnier für den Deutschland-Cup aus
Rhönrad-Hochburg Nienberge 

Münster-Nienberge -
Der Röhnrad-Sport wird beim SC Nienberge groß geschrieben, deshalb gab der Westfälische Turnerbund dem Verein den Zuschlag für die Ausrichtung eines Qualifikationswettstreits für den Deutschland-Cup. Er findet am 20. Juni statt.

Von Siegmund Natschke
24 Mädels und ein Junge drehen beim SC Nienberge am Rad. Und das hat nicht nur einen Durchmesser von bis zu¬ 2,36¬ Metern¬, sondern wiegt auch noch 60 Kilogramm. Eine wahre sportliche Herausforderung also, sind doch am und im Rhönrad filigrane Turnübungen zu absolvieren. Besonders spannend wird es für die Aktiven am nächsten Samstag (20. Juni). Dann organisiert der Verein das zweite von insgesamt vier Qualifikationsturnieren für den Deutschland-Cup in Flensburg (14. bis 15. November 2015).
Zweimal in der Woche steht das Rhönrad-Training in der Mehrzweckhalle an. „Für die Leistungsstarken gibt es jetzt Extraschichten“, sagt Trainerin Jennifer Hentschel. Vor allem den Kindern solle es aber Spaß machen. Für sie sei das Qualifikationsturnier auch eine Gelegenheit, einmal Wettkampfluft zu schnuppern. Spielerisch soll es sein, das sieht man auch am Training. Das beginnt mit lockeren Übungen, das Dehnen der Muskeln und Gelenke ist angesagt. Zum Abschluss des Aufwärmens probieren sich dann alle den Spagat.
Während des Wettkampfs gibt es dann zwei Disziplinen: Übungen, die am Rad vollführt werden, und welche, die im Gerät selbst zu absolvieren sind. Vor allem Konzentration ist dabei gefragt: „Man muss sich und das Rhönrad unter Kontrolle haben“, sagt Jennifer Hentschel, die aber auch keinen Zweifel daran lässt, dass diese ganz besondere Form des Turnens in der Regel auch mit ganz besonders viel Begeisterung einhergeht.
So wie bei der 18-jährigen Lea Bexten: „Ich bin schon seit elf Jahren dabei.“ Damals sei sie einfach mal zum Training gegangen: „Ich wurde von der Trainerin ins Rhönrad gestellt.“ Ein einzigartiges Erlebnis für das Mädchen, das dieses ungewöhnliche Turngerät noch nicht kannte. Natürlich kam sie wieder. Und die 18jährige Lea möchte nun auch am Qualifikationsturnier teilnehmen. So wie der 10-jährige Mathis. Er ist der einzige Junge in der Truppe. Seit fast zwei Jahren ist das Rhönrad auch sein Turngerät. Weil es so wenige Jungen gebe, sei seine Chance, sich für den Deutschland-Cup zu qualifizieren, besonders hoch, meint Hentschel.
Anstrengen tun sich aber alle. Auch bei der Organisation des Turniers. Es gibt viel zu erledigen. Besondere Herausforderung: „Wir brauchen insgesamt 50 bis 60 Räder“, so die Trainerin.
Die nächsten Aktiven gibt es erst in Recklinghausen. Nienberge ist eine der wenigen Rhönrad-Hochburgen in Westfalen und die einzige in der näheren Umgebung. Viele der Teilnehmer des vom Westfälischen Turnerbundes (WTB) organisierten Qualifikationsturniers kämen aus dem Sauerland, einige aus Bielefeld und Paderborn, so Hentschel. Doch den Zuschlag für die Turnierorganisation bekamen die Nienberger: „Wir haben uns beim WTB für die Ausrichtung beworben und sind genommen worden“, sagt Hentschel stolz. Ihr besonderer Wunsch: Viele Nienberger sollen kommen. Alle seien eingeladen. Und Zweifel hat niemand: Der Faszination des Rhönrads wird sich am Wettkampftag, der um 11 Uhr beginnen soll, wohl wieder kaum jemand entziehen können.

Text und Bild WN Münster 15.6.15

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