Bewegt älter werden

14.04.2012 18:24

Ein Kraftzirkel ist eine von neun Aktiv-Angeboten in der Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule, wo der SC Nienberge seinen Gesundheitssporttag veranstaltet. Das sportliche Angebot richtet sich an Senioren, die sich einmal in verschiedenen Sport- und Bewegungsarten ausprobieren möchten.


Zur Musik von Take That geht es los: Während „Relight my fire" aus der Box erklingt, gibt Übungsleiterin Hildegard Farwick die Bewegungen des „Kraftzirkels" vor. Zwar sollen alle Muskeln trainiert werden, doch auch das gegenseitige Kennenlernen spielt eine große Rolle. Deswegen gibt Farwick vor, dass alle zehn Teilnehmer dieser Gruppe einmal durcheinanderlaufen sollen, um sich schließlich gegenseitig abzuklatschen. Sie sagt: „Man muss seinen Standpunkt verändern, um seine Sichtweise zu verändern".

Der Gesundheitstag richtet sich an Senioren, die sich einmal in verschiedenen Sport- und Bewegungsarten ausprobieren möchten. „Viele Ruheständler, die jetzt Zeit haben, sich zu bewegen, sind dabei", sagt Astrid Markmann, die Vorsitzende des SC Nienberge.

Man habe bewusst keine Alterszahl genannt, um möglichst viele anzusprechen. Alle Workshops, von denen jeweils drei parallel laufen, sind an diesem Vormittag sehr gut besucht, insgesamt sind es 30 Teilnehmer.


Schonendes Boulespiel

Markmann selbst bietet an diesem Vormittag „Boule" an, ein schonendes Bewegungsspiel, das vor allem in Frankreich weit verbreitet ist. Dort treffen sich besonders in südlicheren Regionen des Landes oftmals ältere Menschen, um sich in warmer Nachmittagssonne zu betätigen und unterhaltsame Konversationen zu führen. Südländisches Flair stellt sich auf der Boulebahn aber nur kurzzeitig ein, wenn sich die Sonne durch die Wolken kämpft.

Markmann erklärt den Teilnehmern, dass es gilt, mit jeweils zwei größeren Kugeln möglichst nahe an eine kleinere, dem so genannten „Schweinchen", zu kommen. Eine Teilnehmerin lacht: „Jetzt werfe ich ein Schweinchen."


Balance gegen Stürze

Ulrike Geuting hält die Teilnehmer mit ihrem Angebot in der Balance. Was zunächst unspektakulär aussieht, erweist sich als sinnvolle Übung zur Sturzprophylaxe. Die Teilnehmer stellen sich jeweils auf eine quadratische Schaumstoffmatte, ziehen dann ein Bein hoch und müssen ausbalancieren. „Das trainiert die feinen Muskelfasern. So lernt man, das Gleichgewicht zu halten", erklärt Geuting.



Hochmotiviert

Die 30 Teilnehmer sehen mal locker, mal angestrengt, aber immer hochmotiviert aus. „Wir möchten auch weiterhin Angebote für Senioren machen", sagt Markmann. Angesprochen ist jeder. „Diesmal waren auch viele Männer dabei", stellte Markmann zufrieden fest. Die oft als Bewegungsmuffel verschrienen Herren trainierten fleißig mit, auch wenn die Frauen nicht selten die besseren waren.

Bilder finden Sie hier

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